Benjamin Weinthal
In early June, Yale University pulled the plug on the first U.S.-based academic center devoted to the study of modern anti-Semitism, including the growing phenomenon of Islamic animated hatred of Jews, Israel, and the West. The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) was established in 2006, as the brainchild of Dr. Charles Small, an expert on new expressions of Judeophobia. Yale’s recent reversal is part of its ongoing capitulation to political correctness, and its attendant refusal to criticize fundamentalist Islamism. Take the example of Yale University Press and the University’s president, Richard Levin, who censored the publication of twelve Danish cartoons lampooning radical Islam and Mohammed. In October 2009, Yale refused to publish the cartoons in Brandeis University professor Jytte Klausen’s book The Cartoons that Shook the World. http://www.nationalreview.com/corner/269949/yale-s-capitulation-benjamin-weinthal
Alex Feuerherdt
Von Einsicht kann also keine Rede sein – nicht einmal bei Gregor Gysi selbst. Schließlich hatte dieser die Antisemitismusvorwürfe noch vor kurzem rundweg als »Blödsinn« abgetan, und auch nach dem Beschluss machte er deutlich, dass er die Teilnahme von Abgeordneten der »Linken« an der Gaza-Flottille nicht deshalb ablehnt, weil diese einen antisemitischen Angriff auf den jüdischen Staat darstellt, sondern lediglich, weil »die Finanzierung der Aktion nicht klar« sei.
http://jungle-world.com/artikel/2011/24/43398.html
Siehe auch:
Es scheint, als ob es der israelischen Regierungspolitik gelungen ist, jegliche Kritik an ihrer Politik als antisemitisch zu diffamieren. Die LINKE darf nicht auf den Leim eines Antisemitismus-Vorwurfes gehen, der Interessen von Jüdinnen, Juden mit der israelischen Regierungspolitik gleichsetzt. Die LINKE muss ihre Nahostpolitik deutlich von den Antisemitismusvorwürfen trennen; das ist uns offensichtlich in den letzten Wochen nicht gelungen. http://www.waehlt-gehrcke.de/index.php?option=com_content&view=article&id=731:die-linke-knickt-in-der-nahostpolitik-nicht-ein&catid=71:linke-aussenpolitik-naher-osten
junge Welt will berichten, was tatsächlich abläuft: Einer ihrer Redakteure wird sich auf der »Tahrir« einschiffen – nach bisherigen Informationen als einziger deutscher Teilnehmer. Er wird versuchen, so lange und so ausführlich wie möglich exklusiv für die junge Welt über die Fahrt der Flotte zu berichten.
http://www.jungewelt.de/2011/06-18/026.php
Gerd Buurmann
Als Walter Herrmann seine Aktion auch vor dem Gelände der Alten Feuerwache durchführte, kamen Mitglieder der Alten Feuerwache und rissen die Installation nieder. Jahrelange Hetze der übelsten Sorte gegen Juden und Israel waren für die Alte Feuerwache in den letzten Jahren hinnehmbar gewesen, als Walter Herrmann jedoch begann, auch Kritik an der Alte Feuerwache zu üben, da war der Bogen für die Verantwortlichen der Begegnungsstätte überspannt. Aber nicht nur vor der Alten Feuerwache regt sich Widerstand. Seitdem Walter Herrmann nicht nur gegen Juden hetzt, sondern auch die Alte Feuerwache ins Visier seiner Arbeit nimmt, eskaliert die Situation auch vor dem Kölner Dom. http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/06/17/eskalation-vor-dem-kolner-dom/
Ein gewisser Rapper Kayne West hat zu wenig Aufmerksamkeit gekriegt und zeigt in seinem aktuellen Video ästhetisierte Aufnahmen getöteter Frauen. Gewalt ist der neue Sex, MTV wollte den Clip erst nicht absetzen, hat nun aber doch, nach den erwarteten Protesten, die merkwürdigerweise nur von Feministinnen kamen, http://www.news.at/articles/1124/45/299342/das-monster-kanye-west-heiss . Die Plattenfirma hat vorab klargestellt, dass es sich um Kunst handelt, was wohl heißen soll, dass keine echten Leichen verwendet wurden, wahrscheinlich, weil man die Bilder dann so nicht hinbekommen hätte.
Die Frage ist, ob solche Videos Nachahmungstaten, dann in echt, bewirken oder nur eine Herabsetzung der Hemmschwelle, für die MTV ja steht. Es ist leicht zu beantworten: erwiesenermaßen ja, denn
Würde Gregor Gysi weniger Spiegel und Co. und mehr Rote Fahne lesen, wüsste er, dass dies grober Unfug ist. Dieses “Argument”, das auch gerne von Henryk M. Broder und anderen Berufszionisten vorgetragen wird, impliziert die perfide Unterstellung, man würde sich mit Israel beschäftigen, weil dahinter eine “antisemitische” Einstellung stünde. Die Wahrheit ist, dass das Palästina/Nahost-Problem und der Themenkomplex Zionismus und Israel nunmehr seit über einem halben Jahrhundert die Weltöffentlichkeit in Atem hält. In der jüngeren Vergangenheit u.a. auch durch das Massaker in Gaza und der noch andauernden völkerrechtswidrigen Blockade. http://die-rote-fahne.eu/headline146726.html
Gegen jeden Staat der Welt, der nicht nach der Pfeife des Westen tanzt, also ein „Schurkenstaat“, „Diktator“ oder “Terrorrist“ ist, gegen den werden UN-Resolutionen verhängt und bei deren Nichteinhaltung Sanktionen erlassen also boykottiert ,egal was es koste, wie im Fall Irak es auch unschuldige das Leben kostet, Kollateralschaden eben. Aber gegen den israelischen Staat, der dutzende UN-Resolutionen ignoriert, mit dem solidarisiert man sich, indem man jede Kritik unterdrückt und sogar als Antisemitismus verbietet. http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=16937&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=3472ddef9e
Der Ton der Medienberichte über die so genannten EU-Krisenländer ist deutlich schärfer geworden. Besonders an Griechenland lässt man kein gutes Haar. Es ist, als hätte man unsere ewigen Urlaubsländer plötzlich ganz anders vor Augen. Wie alte Bekannte, deren Gewohnheiten man vorübergehend verdrängt hat, wegen einer Geburtstagsparty, oder der Goldenen Hochzeit. Im Grunde ist über diese Länder alles gespeichert und bekannt: Statistiken, Machenschaften, Sparverhalten, Geschäftsgebaren.
Im ausgehenden 18. Jahrhundert, als unsere Dichter und Denker noch die Griechenland- Sehnsucht verspürten, und davon schwärmten, das man dort sogar mit den Hirten Griechisch sprechen könne, war die Verwechselung von Antike und Gegenwart trotz allem nicht weiter schlimm.
Da es den Euro noch nicht gab, und noch nicht einmal die EU, sondern bloß das Osmanische Reich, das gelegentlich die Hand aufhielt, um für Ruinen-Visiten abzukassieren, konnte man sich gerne reimgerecht mit den freiheitsliebenden Völkerschaften solidarisieren. Ansonsten hielt sich der Einfluss der Altphilologen auf die diversen Despotien in den Grenzen des allgemein Üblichen. Wir können jetzt hinzufügen: Dieses gilt auch für die Demokratien.
Was aber ist wirklich geschehen? Jenseits des inflationären Geredes über Europa und seine Einheit kam es, dank der Möglichkeiten, die sich aus dem Ende des Kalten Kriegs ergaben, zu einer unerwarteten Beschleunigung bei der Umsetzung der wahrscheinlich längst verkitschten Europa- Idee. Verstärkt wurde der Vorgang noch dadurch, dass die Kerneuropäer die Gelegenheit sahen, den Amerikanern in größerem Umfang Konkurrenz machen zu können. Sozusagen, staatstragende Konkurrenz.
Konkurrenten sind aber oft nur Kopiertalente. Selbst der Euro wurde nach dem Modell der US- Währung zusammengeschustert, von Sparkassendirektoren und Gelegenheitsministern, er ist, entgegen aller Prophezeiungen, zu einem ziemlich erfolgreichen Projekt geworden, aber auch wenig verlässlich und zunehmend sorgenstiftend, gründet sein Bestand doch mehr auf Psychologie als auf dem Soll und Haben der Realwirtschaft. Zumindest für einige der Beteiligten.
Wir unterscheiden seit geraumer Zeit schon zwischen Finanzwirtschaft und Realwirtschaft. Genau genommen, seit die Börse in den 90ern zur Spielwiese erklärt wurde. Die Realwirtschaft entspricht der tatsächlichen Wertschöpfung, zumindest sollte es so sein, während die Finanzwirtschaft das Spekulative verwaltet. Sie ist das Roulette des Systems.
Europa aber ist weiterhin der Kontinent der ungleichen Brüder. Man rechnet sich gerne gegenseitig was vor. Tatsache ist, dass einige der zur EU gehörenden Länder die Kriterien der Mitgliedschaft nicht erfüllen, und auch nie erfüllt haben. Für die Mitgliedschaft gibt es zwar klare Vorgaben, sie werden aber nicht angewandt. Es gibt wahrscheinlich kein einziges Land in der EU, das nicht in irgendeiner Form Sonderkonditionen hätte.
Für die Problematik, wie sie heute in Erscheinung tritt, gibt es wohl kaum eine Lösung, weder für Griechenland noch für Spanien, wenn die Kostenlücke zwischen Leistung und Anspruch nicht auf Dauer geschlossen werden kann. Wie aber soll man in einem Land wie Spanien einsehen, dass es um ein strukturelles Problem geht, wenn das Land in einer ersten Phase nach dem Beitritt gerade vom Gefälle zur EU leben konnte. Der Fall Spanien zeigt, dass der Boom nicht automatisch zu einer Neuordnung der Ökonomie führt, sondern vor allem spekulatives Geld verbraucht und verbrennt.
Das Missverständnis aber beruht durchaus auf Gegenseitigkeit. Dass europäische Immobilienfonds ihre Geschäftsgrundlage mit Wohnungen in Spanien sichern wollten, ist doch ein schlecht vorgetragener Branchen-Scherz, sollte man meinen.
Was Griechenland angeht, ist alles noch schwieriger. Das Land hat eine von Grund auf deformierte Gesellschaftsstruktur. Es ist nicht allein die Korruption, und es sind auch nicht nur die Machenschaften der Oberschicht, die das Ganze zu verantworten haben. Der Stillstand wird vielmehr hervorgerufen durch die Reduktion der gesamten Debatte auf einen ethisch gleichgültigen Schlagabtausch zwischen einer staatsunwilligen Bevölkerung, die nicht im entferntesten daran denkt ihre Steuern zu bezahlen, und der vormundschaftlichen Oberschicht, die diese Bevölkerung als nicht reif für eine moderne Gesellschaft betrachtet. Bleibt die Frage: Wer bestreikt hier wen?
Spanien und Griechenland sind europäische Randstaaten, beide waren einmal Imperien. Das ist, wie in den meisten Fällen, lange her. Aber auch das Gedächtnis kann die Gegenwart blockieren, mit Konquistadoren und Philosophen.
Trotzdem: Europa wird nur als Ganzes bestehen können, damit es aber als Ganzes bestehen kann, werden, wie in jedem funktionierenden Mischkonzern, gelegentliche Transfers nötig. Es muss ja nicht immer Bargeld sein. Manchmal genügt ein Gutschein. Bleibt zu bedenken, dass Transfers nur moralisch begründet werden können.
Just days after the resignation of Dominique Strauss-Kahn from the International Monetary Fund, French finance minister Christine Lagarde emerged as the frontrunner to succeed him. As nominations closed this week, her only remaining opponent, Mexican central banker Agustín Carstens, has all but conceded defeat. The IMF may soon get its first female managing director.
Madame Lagarde doesn’t fail to impress. Having worked at a top US law firm, her English is flawless. She even speaks it at conferences and in interviews where French government officials would usually swallow their tongues. And she oozes style, elegance and charm. As if that mattered at the IMF.
Having said that, Lagarde is the wrong person for the job, mainly because of her lack of economic credentials.
Of course there is no shortage of foolish economists. A Ph.D. in economics is no guarantee of sound economic judgment. However, for the head of a peak global financial body, it would be desirable if she did not require briefings on opportunity costs, comparative advantage, or marginal analysis.
Lagarde has obviously not picked up basic economic concepts on the job, as her utterances on the European debt crisis demonstrate. Last year, she blamed Greece’s fiscal crisis on trade imbalances and even recommended curbing German exports to help the French. This must be how lawyers imagine the economy works. In any case, it was neither good nor bad economics but just French.
Her English may be perfect but Lagarde holds some very French views on economic policy. She is sympathetic to a planned economy, sees an active role for the state in ordering economic relations, and shows no commitment to liberal economic principles.
As a French citizen, Lagarde may also be biased in some of the tasks that lie ahead for the IMF. It is widely known that French financial institutions, with whose problems she has had intimate acquaintance as her country’s finance minister, are heavily exposed to European periphery debt. But it is the IMF that is now playing a key role in dealing with the Euro debt crisis, especially through the policies initiated by Lagarde’s equally French predecessor.
Her chanceless opponent Agustín Carstens is a better alternative. With a Ph.D. in economics from the University of Chicago and experience as both a central banker and a minister of finance in his country, Carstens is committed to sound economic principles such as free trade, independent central banks, and flexible labour markets.
Unfortunately, Señor Carstens does not play in the same glamour league as Madame Lagarde. And as a non-European, he doesn’t ‘qualify.’ The non-US, non-European rest of the world, who also pay for the IMF, should be asking why.
(Ideas@TheCentre, 17 June 2011)
Das Problem des Antisemitismus in der Linkspartei sehe ich nicht. Ich halte nichts davon, den Begriff Antisemitismus inflationär zu verwenden. Ein Antisemit ist für mich jemand, der zumindest jüdische Bürgerinnen und Bürger benachteiligt und diskriminiert, weil sie Juden sind. Solche Einstellungen kenne ich in meiner Fraktion nicht. Im Beschlussentwurf des Fraktionsvorstandes war der Begriff Antisemitismus nicht enthalten, die entsprechende Formulierung in der Einleitung ist erst im Laufe der Fraktionssitzung eingefügt worden. http://www.neues-deutschland.de/artikel/200025.warum-diese-leidenschaft.html
Es gibt bei einigen auch in unseren Reihen zu viel Leidenschaft bei der Kritik an Israel. Die gibt es nicht bei Ägypten, nicht bei Libyen, inzwischen nicht einmal mehr bei den USA - aber sofort, wenn es um Israel und Palästina geht. Das macht mich nachdenklich.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wir-muessen-der-kritik-grenzen-setzen/
Siehe auch:
Es ist natürlich Zufall, daß die Namen der berühmtesten deutschen Märchenerzähler und des Fraktionschefs der Linkspartei im Deutschen Bundestag mit G anfangen. Doch es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten. http://gad-immerwiederfreitag.blogspot.com/2011/06/gysis-marchenstunde.html
Gerd Buurmann
Es ist tatsächlich geschehen! Die Alte Feuerwache in Köln hat ihre Unterstützung des notorischen Israelhassers Walter Herrmann aufgekündigt und ihm sogar Hausverbot erteilt. http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/06/17/die-alte-feuerwache-trennt-sich-von-walter-herrmann/
Siehe auch:
http://www.youtube.com/watch?v=V5HqcgFgDQw
A multi-million pound wind farm has been forced to close because it makes too much noise in a landmark ruling that could lead to others being shut down. More here
Die Evakuierung von 132 Europäern aus der libyschen Wüste durch die Bundeswehr hat ein juristisches Nachspiel. Eine Klage der Grünen-Fraktion beim Bundesverfassungsgericht steht nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ unmittelbar bevor.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13432041/Gruene-klagen-gegen-Rettungsaktion-der-Bundeswehr.html
Das ist nur für Physiker interessant, da der Ausstieg aus der dunklen Energie noch kein Thema ist.
Wie auf
Cigdem Toprak
Traurigerweise und zum Leid von vielen in Deutschland lebenden Frauen und Männern blenden einige Bürger mit Migrationshintergrund in öffentlichen Debatten bewusst und auf unverschämte Weise reale Probleme aus. So wie Özlem Topcu heute auf “Zeit Online” in ihrem Artikel über die Sexualtität von Muslimen.
Es ist richtig, wenn Topcu eine Tabuisierung von Sex in muslimischen Wohnzimmern feststellt. Auch stimme ich mit ihrer Behauptung überein: “Während das muslimische Wohnzimmer nämlich sex- und lustfreie Zone bleibt (zumindest verbal), Jungen und Mädchen beim gemeinsamen Fernsehabend mit den Eltern bei jeder Liebesszene nervös und beschämt wegzappen, ist der Rest der Welt gnadenlos übersexualisiert.”.
Statt sich mit den Folgen dieses Dilemmas auseinanderzusetzen, behauptet Özlem Topcu dreist: “Manchmal kann das genaue Gegenteil, die Verhüllung, eine Befreiung sein – solange sie aus freien Stücken geschieht.”
Wieso blendet Özlem Topcu die wirklichen Probleme aus?
Es ist kaum vorstellbar, unter welchen psychischen Druck gerade junge Frauen stehen, weil sie ihr Leben und damit auch ihre Sexualität nach ihren eigenen Vorstellungen ausleben möchten. Sie sind eben keine 15 mehr, die trotz ihrer konservativen Eltern in der Disko rumknutschen wollen.
Viele, die in dem Dilemma zwischen Religion und freiem Willen stecken, weinen sich nachts in den Schlaf, weil sie Angst haben, von Gott für ihre begangenen oder noch zu begehenden Sünden bestraft zu werden. Der Koran und die muslimische Community verbietet nämlich vorehelichen Sex. Aber auch die “liberalen” Muslime wie Aleviten konnten leider ihre kulturellen Vorstellungen über die Sexualität nicht ablegen, so wird auch in nichtreligiösen Familien Sex noch tabuisiert. Dennoch wird diese Problematik zumindest angesprochen, so forderte der ehemalige Bundesvorsitzender der Alevitischen Jugend (Bdaj), wenn man die Gleichstellung von Mann und Frau fordere, man auch von einer Gleichstellung der Sexualität von Mann und Frau sprechen müsse.
Ein mutiger und wichtiger Schritt, der aber bisher in vielen Familien und in jeder muslimischen Gemeinschaft fehlt. Es ist daher geradezu lächerlich von einem “islamischen Feminismus” zu sprechen. Denn dieser fordert nur seine Rechte gegenüber der deutschen Mehrheitsgesellschaft, ganz nach dem Motto “Ich will unterdrückt werden, denn ich möchte meinem muslimischen Mann doch gefallen.”
Die Folgen einer Tabuisierung der Sexualtität insbesondere bei Frauen, aber auch bei Männern sind fatal:
Dies äußert sich im extremsten Fall darin, dass vielen Frauen während der Pubertät verboten wird, an Klassenfahrten teilzunehmen. Sie werden vom Schwimmunterricht ausgeschlossen. Die schlimmsten Folgen sind Ehrenmorde und Zwangsheirat. Aber auch die Tatsache, dass Männern sowie Frauen oft der Kontakt zu ihren männlichen oder weiblichen Schulfreunden untersagt wird, ist ein Problem, das sehr viele Migranten betrifft. So haben viele muslimische Teenager Angst, im Kino oder beim Bummeln in der Stadt mit ihren männlichen oder weiblichen Freunden gesehen zu werden. Sie verstecken sich nicht nur vor den Eltern, sondern auch von den Nachbarn, Tanten und Onkels. Abgesehen von Liebesbeziehungen, geschweige denn von sexuellen Beziehungen, verhindert die Kultur und Religion die Entwicklung von normalen Freundschaften zwischen jungen Muslimen und Musliminnen.
Die Tabuisierung der Sexualität verhindert in islamisch geprägten Kulturen und Lebensweisen sogar, dass man während der Verlobung mit seinem Partner in den Urlaub fahren darf. Ein Umstand, der mittlerweile in der alevitischen Community und unter säkularen Sunniten und Schiiten aufgebrochen wird. Natürlich gibt es auch sehr viele Familien, die eine Liebesbeziehung ihrer Tochter tolerieren, weil sie alte Denkmuster ablegen oder weil die Tochter für ihr Recht auf Liebe gekämpft hat. Die Gemeinschaft und der Religion übt dennoch weiterhin großen Druck über sehr viele Migranten aus. Und darüber sollte man reden. Damit sich endlich auch etwas für das Kollektiv ändert.
Es ist ein fundamentales Recht, die Entscheidung über den eigenen Körper nicht nach seiner Familie, Gemeinschaft, Nachbarschaft und auch nicht nach der Kultur und Religion zu fällen. Insbesondere im erwachsenen Alter.
Wenn über Sex, Liebe und Beziehungen gesprochen werden könnte, würden viele Eltern endlich erfahren, weshalb der Sohn oder die Tochter tagelang im eigenen Zimmer sitzt und mit verheulten Augen durch das Haus läuft. Sie könnten zumindest ihrem Kind während der Trennung von seinem Partner als Eltern zur Seite stehen. Aber wenn Liebeskummer nur das schlimmste Problem wäre.
Thomas von der Osten-Sacken
The opening of the Rafah crossing “is not about aid, but then neither is our flotilla. It’s [the flotilla] about raising awareness of the ongoing occupation in Gaza and the freedom of the Palestinians. The aid has always been secondary to the message of challenging the [Israeli] policy.” http://www.wadinet.de/blog/?p=5975
Die iranischen Revolutionsgardisten warnen in einem Artikel, der am 24. April 2011 in Gerdab.ir erschienen ist, vor dem Tag, an dem der Iran die Atombombe testen wird. Offenbar wollen die Revolutionsgardisten die iranische Bevölkerung mit der Option eines Atombombentests vertraut machen. Bevor hier der Gerdab-Artikel dokumentiert wird, wird ein Blick auf die neuesten Ereignisse geworfen.
„Die Islamische Republik Iran“ macht große technologische Fortschritte im Prozess des Baus einer Atombombe. Die Zahl der Zentrifugen, die in Betrieb sind, ist gestiegen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) schließt eine militärische Nutzung des Atomprogramms nicht aus. Gegenwärtig sind rund 6.000 funktionsfähige Zentrifugen in 35 Kaskaden im Betrieb.
Am 12. Juni 2011 bestätigte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi, dass die Urananreicherung auf 20 Prozent in Zukunft in einer Anlage in Fordo, in der Nähe von Teheran durchgeführt werden soll. In Natanz stellt der Iran schon seit Anfang 2010 auf 20 Prozent angereichertes Uran her. Der Iran hat angeblich schon 50 Kilogramm Uran auf 20 Prozent hergestellt. In der offiziellen diplomatischen Argumentation wird darauf hingewiesen, dass manche Unterzeichnerstaaten des NPT-Vertrages (Atomwaffensperrvertrag) selbst Atommächte seien. Der iranische Außenminister fordert die atomare Abrüstung aller NPT-Staaten und stellt fest, dass sich die USA als Atommacht zwar gegen die Verbreitung von Atombomben wenden, aber selbst nicht auf die Atombombe verzichten wollen.
Als eine Kehrseite der Argumentation des iranischen Außenministers und damit als die Kehrseite einer Münze sprechen die Revolutionsgardisten eindeutig den Atombombentest an. Gerdab redet seinen Lesern ein, sie sollen sich keine Sorgen machen, wenn der Iran doch eines Tages die Atombombe testet:
Der Morgen nach dem Atombombentest, ein normaler Tag
Ein Tag nach dem ersten Atombombentest des Iran, wird für uns Iraner ein ganz normaler Tag sein. Aber die Augen mancher Menschen werden auf eine neue Art und Weise strahlen.
Es ist ein schöner Tag. Es ist sieben Uhr früh. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen. Im nördlichen Teil der Erde fangen die Menschen in manchen Ländern mit der Arbeit an. Heute ist die erste Morgendämmerung nach dem Atombombentest des Iran. Es ist ein ganz normaler Tag.
Am vorigen Tag, wahrscheinlich in den zentral gelegenen Wüsten des Iran, dort, wo zu einem früheren Zeitpunkt die Amerikaner und manche westliche Staaten ihren Atommüll lagern wollten, hat sich ein unterirdischer Atomtest ereignet. Die Wucht dieses Atombombentests war nicht so stark, dass der Region ein Schaden zugefügt worden wäre. Der Test war dennoch so erfolgreich, dass die iranischen Atomwissenschaftler keine Pannen bei ihren Untersuchungen feststellten.
Heute ist ein normaler Tag. Und wie gewöhnlich, wenn Nachrichten aus dem Iran kommen, so wie an 90 Prozent der Tage im Jahr, kommen auch an diesem Tag entsprechende Nachrichten in den ausländischen Medien:
Reuters: „Iran brachte seine Atombombe zur Explosion.“
CNN: „Irans Atombombe explodierte.“
Al Jaseera: „Die zweite islamische Atombombe wurde getestet.“
Al Arabia: „Die schiitische Atombombe explodierte.“
Yahoo News: „Atombombentest im Iran.“
Jerusalem Post: „Die Mullahs besitzen nun die Atombombe.“
Washington Post: „Atombombentest im Iran, Verwunderungen in Tel-Aviv.“
Die inländischen Medien haben in den Titeln der Beiträge dem verschwundenen Imam und dem Führer gratuliert:
Kayhan: „Die erste iranische Atombombe wurde getestet.“
Jomhuriye Islami: „Iran hat erfolgreich eine Atombombe getestet.“
Iran (Regierungszeitung): „Auf Befehl des Präsidenten ist die iranische Bombe getestet worden, hundertprozentig.“
Etelaat: „Die iranische Atombombe, die wir seit Jahren haben wollten, wurde nun zur Explosion gebracht.“
Natürlich gibt es auch andere iranischen Zeitungen und Websites, deren Erscheinen aber nicht in alle Ewigkeit gewährleistet ist. Ein Nachrichtenskandal führt aber nicht dazu, dass das normale Leben im Iran sich nicht fortsetzen kann. Die Arbeiter und Angestellten werden weiterhin pünktlich oder manchmal mit ein wenig Verspätung ihre Karte abstempeln. Die Bäcker werden auch Brote ohne Subventionen backen. Die Nutzung von schnellen Internetverbindungen wird ein wenig billiger werden. Auch die öffentlichen Medienanstalten werden ihre Sendungen verbessern.
Ein Tag nach dem ersten Atombombentest des Iran wird für uns Iraner ein ganz normaler Tag sein. Aber die Augen mancher Menschen werden auf eine neue Art und Weise strahlen. Ihre Augen werden aus Gründen des nationalen Stolzes und der nationalen Macht strahlen.“
Es ist nur eine Wahnvorstellung von totalitären Ideologen, wenn im Falle eines Atombombentests mit nationalem Stolz argumentiert wird, als ob die unterdrückten Iraner sich mit den Zielen ihrer totalitären Unterdrücker identifizieren würden.
Wahied Wahdat-Hagh ist Senior Fellow bei der European Foundation for Democracy in Brüssel
http://europeandemocracy.org/media/european-media/iran-s-atomic-ambitions-german.html
Für uns ist weiterhin richtig, daß die Linke die einzige Partei ist, die sich konsequent gegen Kapitalismus und Krieg stellt und so eine im internationalen Maßstab einmalige Rolle spielt. Der Preis, dieses Projekt an die Wand zu fahren, ist sehr hoch. Und für uns ist richtig, daß wir in diesem Sinne um eine internationalistische und antikapitalistische Ausrichtung der Linken kämpfen müssen. http://www.jungewelt.de/2011/06-16/037.php
“Ich finde es vernünftig und richtig, dass die Fraktion so entschieden hat”, sagte er. “Und es ist schlicht eine Lüge, dass Gregor Gysi mit Rücktritt oder Fraktionsmitglieder mit einem Übertritt zur SPD gedroht hätten.” Bartsch mahnte: “Wir sollten jetzt einen Punkt machen und uns wieder anderen politischen Themen zuwenden. Sonst werden wir irgendwann gar nicht mehr gehört.” http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1308055122548
Das Allparteientribunal vom 25. Mai gehört unter den zahlreichen Beispielen einer Instrumentalisierung der deutschen Verbrechen am jüdischen Volk für kleinkarierte, selbstsüchtige Zwecke zu den ekelhaftesten. Es ist schade, daß der Zentralrat der Juden in Deutschland darauf verzichtete, sich von diesem selbstgefälligen, scheinheiligen Theater deutscher Dummschwätzer und Schaumschläger mit einem klaren »Nicht in unserem Namen!« zu distanzieren.
http://www.jungewelt.de/2011/06-15/021.php
Der Beschluss fällt nicht nur dem Freiheitskampf der PalästinenserInnen, sondern auch den Forderungen eines Teils der israelischen Friedensbewegung in den Rücken. Viele israelische Linke fordern, wie schon der Linkszionist Martin Buber, die Einstaatenlösung für Israel/Palästina. Sie fordern einen Staat, in dem Menschen jüdischer und arabischer Herkunft gleichberechtigt zusammen leben können. In Israel leben schon jetzt 20% Menschen nicht jüdischer Herkunft. Israel ist kein „jüdischer Staat“. Die Forderung eines „jüdischen Staates“ ist die Forderung nach einem rassistischen Apartheitsregime. http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=16892&tx_ttnews[backPid]=3&cHash=48c8614097
Ein Mitglied der Linkspartei in Duisburg hat den Parteiausschluss von Hermann Dierkes, des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Duisburger Rat beantragt. Grund: Dierkes Ausfälle gegen Israel. http://www.ruhrbarone.de/linkspartei-duisburger-mitglied-beantragt-ausschluss-von-hermann-dierkes/
Herrmann in Hochform:
http://www.youtube.com/watch?v=kORY7GoGkR4&NR=1
http://www.youtube.com/watch?v=cSG0WxwVwyE
Und finally: Stefaaaaan Zieeeeefle!
Stefan Ziefle: Ist Kritik an Israel antisemitisch?
http://die-rote-fahne.eu/headline146149.html
http://marx21.de/images/MIM2011/ist%20kritik%20an%20israel%20antisemitisch.pdf
http://reflexion.blogsport.de/2011/06/03/die-thesen-des-stefan-ziefle/
Die Welt: Herr Matussek, wollen Sie sich umbringen? Wollen sie auswandern? Ein neues Leben anfangen?
Matthias Matussek: Mich umbringen darf ich ja gar nicht, als Katholik, das wäre eine Sünde. Auswandern will ich auch nicht, ich war doch schon überall. Neues Leben? Immer, und dazu besteht jeden Morgen die Chance. http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13432402/Erst-wenn-alle-katholisch-sind.html
Siehe auch:
http://www.welt.de/kultur/article13430924/Matussek-nennt-Spiegel-antikirchliches-Kampfblatt.html
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13424534/Missbrauchsfaelle-Matussek-nennt-es-Kirchenkampf.html
http://www.domradio.de/aktuell/74265/man-kann-nicht-theoretisch-katholik-sein.html
http://www.domradio.de/aktuell/74367/man-hat-sich-auf-den-katholizismus-eingeschossen.html
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13428706/Wenn-es-einen-Gott-gibt-dann-ist-er-ein-Sadist.html
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Wissenschaftler-sind-Theologen-des-Schreckens/story/31413549
So sicher, wie jede jüdische Intifada in jedem arabischen Land schon am Abend des Ausbruchs in ihrem eigenen Blut ertränkt werden würde, so sicher hätte Israel die militärische Stärke, den zweiten Versuch der Blockadebrecher bereits auf hoher See zu den Fischen zu schicken. Nur - das geht nicht. Und der hoch renommierte niederländische Publizist Leon de Winter bringt es auf den Punkt, warum es nicht geht: “Das ist das eigentliche Dilemma”, schreibt er, “dass Israel könnte, aber weil Israel Israel ist, kann es diese Mittel und Möglichkeiten nicht anwenden und einsetzen. Manchmal erscheinen die Vergeltungsaktionen als zu groß, in Wahrheit sind sie klein im Verhältnis zu den Möglichkeiten, die Israel hätte.” http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13432307/Nein-und-dreimal-nein.html
Wo immer auf der Welt ein Diktator sein Volk massakrieren lässt, unternimmt die Uno erst einmal nichts. Verabschiedet sie dann doch eine Resolution, die einen militärischen Einsatz rechtfertigt, dann bieten deutsche Gutmenschen und Pazifisten umgehend ihre Hilfe an – aber nicht dem Volk, sondern dem Diktator. So im Falle von Libyen.
Zu Pfingsten erschien in einer linken Tageszeitung der «Antikriegsaufruf: Frieden für Libyen», unterschrieben von bekannten Friedensfreunden, von denen einige schon mit von der Partie waren, als es um den Nato-Doppelbeschluss ging. Nun sehen sie eine Oase des Wohlstands und der Bürgerrechte bedroht: «Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schick- salsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende Nato-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert . . .»
Das ist kein Witz, das ist Original-Ton aus der Mitte der Friedensbewegung. Aus der gleichen Richtung kommt der Rat eines Weisen, warum Interventionen unterbleiben sollten: «Die Revolten im arabischen Raum müssen aus sich heraus erfolgreich sein. Das impliziert auch, dass sie zunächst hier und da blutig niedergeschlagen werden, aber früher oder später werden die Menschen wieder aufstehen und vollenden, was derzeit verhindert wird» – so der «Islamexperte» Prof. Dr. Udo Steinbach. Früher oder später wird auch der Messias kommen, und dann werden sowieso alle auferstehen. Leider auch die Friedensbewegten und die Islamexperten.
© Die Weltwoche 24/11
Ja, es gibt ihn noch den guten, alten Foto-Journalismus. Und zwar vom Feinsten. Siehe dazu immer wieder ”The big Picture” vom Boston Globe. Besonders beeindruckend ist immer wieder die schizophrene Ästhetik von Natur-Katastrophen. Siehe hier:
http://www.boston.com/bigpicture/2011/06/arizona_wildfire_rages_on.html
und hier:
http://www.boston.com/bigpicture/2011/06/volcano_erupts_in_chile.html
Danke an Alex Gorski für den Hinweis!