Die Achse des Guten

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Online-Tagebuch der Mitglieder des publizistischen Netzwerks
Updated: 11 min 22 sec ago

Prager Frühling in Temeswar

3 hours 41 min ago
(Gastautor) Von Helmuth Frauendorfer Ich war neun Jahre alt, als das Wort Krieg zum ersten Mal mit einer konkreten Bedeutung in meine Nähe rückte. Ein Umstand, der für den kleinen Jungen im rumänischen Banat plötzlich viel Freiheit und viel Geld bedeutete.  Vor unserem Haus quakten die Frösche. Das war eine Plage. Der Wasserspiegel in der Gegend war sehr hoch, die Wände des Hauses immer feucht, aber das war es, was sich einfache Menschen in der Kreishauptstadt Temeswar leisten konnten, Deutsche, die vom Land hierher gezogen sind, um den Kindern einen Schulunterricht in deutscher Sprache zu ermöglichen. Damals zog man noch nicht so massenhaft in die Bundesrepublik. Denn damals war Rumänien ein noch nicht ganz so schlimmes Land und der seit 1965 neue Parteichef Nicolae Ceauşescu ließ die Menschen hoffen…
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Vladimir Socor: Wie der Kreml Sarkozy aufs Glatteis führte

3 hours 47 min ago
(Dr. Benny Peiser) The Kremlin has already nullified the agreement on cessation of hostilities in Georgia, which French President Nicolas Sarkozy had brokered with Presidents Dmitry Medvedev in Moscow and Mikheil Saakashvili in Tbilisi on August 12-13. Russia has junked the six-point agreement in the traditional way of Russian and Soviet diplomacy in Europe’s East: It eviscerates an international agreement of its content while preserving its carcass for continuing reference to excuse Kremlin actions. Meanwhile, the Russian government and military are using the armistice agreement’s loopholes to delay the withdrawal of troops and to justify the continuing predatory movements of Russian troops deep inside Georgia’s territory. The Medvedev-Sarkozy document reveals glaring procedural flaws. Presented by Sarkozy to Saakashvili for signing, and bearing Sarkozy’s hand-written inserts, the French-language document was evidently typed by the Russians and handed to Sarkozy during his Moscow visit. The tell-tale signs are obvious. The document’s preamble names Medvedev first and Sarkozy second, and misspells “Sarcozy.” The body of the document contains several errors of French grammar and style. The Russians added, in French, the fatal points 5 and 6, which did not figure in French Minister of Foreign Affairs Bernard Kouchner’s four-point draft. In sum, the Elysee Palace seems to have rushed into a diplomatic misadventure.
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Kein Abbruch des Aufbruch

3 hours 51 min ago
(Gastautor) Von Helmuth Frauendorfer Nun steht es wieder, das Marx-Relief, auf dem Campus der Leipziger Universität in der Jahn-Allee. Studenten gehen seit vorgestern täglich daran vorbei, unterwegs zur Mensa, „Guten Appetit“ raunt es nicht und ein Häppchen ist es auch nicht, denn es wiegt 33 Tonnen, grau, protzig, massiv, und hat eine unappetitliche Geschichte und eine umstrittene Gegenwart…
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Goldmedaille für Geldverschwendung: die Öffentlich-Rechtlichen in Peking

5 hours 36 min ago
(Wolfgang Röhl (Gastautor)) "Unglaubliche 700 Mitarbeiter” (stern.de) haben ARD und ZDF ins Quälsportparadies China geflogen, um das unsympathischste Olympia seit 1936 zu übertragen. Selbst die - ebenfalls zwangsfinanzierte - BBC betreibt weit weniger Aufwand. Die Quoten sind mau, die Rechnung kommt - wetten, dass? - bei der nächsten Gebührenerhöhung. http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:ARD-ZDF-Zu-Aufwand-Programm/635343.html
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Hoppla, hier kommt Ploppa!

19. August 2008 - 21:07
(Henryk M. Broder) Schon mal was von Hermann Ploppa gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Wo Robert Faurisson und David Irving aufhören, da fängt Ploppa erst an. Auf Telepolis stellt er einen einflußreichen “Klub” vor, dessen Mitglieder in aller Offenheit konspirativ agieren: =In Rundfunk und Fernsehen treten immer wieder die ‘gleichen Verdächtigen’ auf, die uns einschärfen, zu einem engen Bündnis zu den USA gäbe es keine Alternative. Wir erfahren die Namen dieser “Experten” und ihren politischen oder wissenschaftlichen Rang. Aber jenes Kriterium, warum Hans Ulrich Klose, von Kläden, Özdemir, Lambsdorff (Vater und Sohn), Münkler, Lepenies, und wie sie alle heißen, so auffällig oft befragt werden, bleibt im Verborgenen. Sie alle sind nämlich Mitglied eines hocheffizienten Netzwerks. Sie sind Teil einer “transatlantischen Community”. Und alle Wege der Atlantik-Bücke, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik oder auch der Blogger-Gruppe “Achse des Guten” weisen konzentrisch auf das Netzwerk der Netzwerke – den [extern] Council on Foreign Relations in New York.= http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28513/1.html Und hier stellt sich Hermann Ploppa selbst vor - er arbeitete als “Textbearbeiter von Doktorarbeiten, Habilitationen, Diplom- und Examensarbeiten; als Buchübersetzer aus dem Englischen; als Tourneeleiter des Scottish Folk Festival”, bevor er sich einer größeren Aufgabe zuwandte: “Ich arbeite an einem Manuskript, in dem ich nachweisen werde, daß der Hitler-Faschismus im Wesentlichen eine Schöpfung der US-amerikanischen und der englischen Oligarchie ist.” http://www.fsg-web.de/P_ploppa_hermann.htm Demnächst bei Telepolis.
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Hallo Friedensfreunde!

19. August 2008 - 20:16
(Henryk M. Broder) Zum ersten Mal ist ein Krieg schneller vorbei, als Ihr zu einer Demo loslaufen konntet. Nicht nur die Georgier, auch Ihr seid von den Russen kalt erwischt worden.  Ja, wenn Putin und Medwedew ihren kleinen Feldzug eine Woche im voraus angekündigt hätten, dann hättet Ihr genug Zeit gehabt, Demos zu organisieren, Plakate zu malen ("No blood for oil") und Protestresolutionen zu verfassen. Aber diesmal ging einfach alles zu schnell. Die “human shields”, die vor ein paar Jahren nach Bagdad aufgebrochen waren, um Saddam und seine Gang vor US-Bomben zu beschützen, kamen diesmal nicht aus ihren Schlafanzügen, den Arafat-Groupies, die sich mit dem “Rais” in der Mukata verbarrikidiert hatten, um den Endkampf nicht zu verpassen, war der Weg nach Georgien zu beschwerlich, und Konstantin Wecker, die Strafe Gottes für Christian Anders, ist schon zu alt, um zu Soli-Konzerten in Krisengebiete zu reisen. Also habt Ihr einfach nix gemacht und die Russen machen lassen. Außerdem war ja nicht klar, wer angefangen hatte, und bis diese Frage nicht entschieden war, wolltet Ihr Euch nicht festlegen. Inzwischen wissen wir freilich ein bißchen mehr. Wir wissen, wie die Russen in Georgien plündern und rauben, wie sie alles niederwalzen, was sich ihnen in den Weg stellt und vor allem: was sie von der Souveränität eines souveränen Landes halten, das nicht nach der Melodie tanzen will, die in Moskau gespielt wird. Ihr nehmt es den Russen auch nicht ab, dass sie zum Schutz der Osseten losmarschiert sind, denn als die Tschetschenen ihre Unabhängigkeit von Russland haben wollten, da haben die Russen Grozny plattgemacht, ohne dass Ihr auch nur einen Rülpser von Euch gegeben hättet. Das alles stört Euch nicht, verehrte Friedensfreunde, denn der Kampf für den Frieden ist für Euch nur eine Ausrede, um die Sau rauszulassen, die antiimperialistische, antiamerikanische, antizionistische linksalternative Friedenssau. Die wird mal durch Guantanamo, mal durch Gaza, mal durch Heiligendamm und immer wieder durch Eure Unterstände getrieben, die seit Jahren nicht mehr gelüftet wurden. Zu Darfur fällt Euch nix ein, wenn ein Selbstmordattentäter in Algier 43 Menschen ins Jenseits befördert, schaut Ihr nicht mal auf; nur wenn ein paar Terroristen ihre nagelneuen Laptops versetzen müssen, um sich gebrauchte Kalaschnikoffs kaufen zu können, werden Eure Knie weich - ob der “menschlichen Katastrophe”, die sich vor Euch entfaltet. Euch degenerierte Primaten zu nennen, wäre eine Beleidigung für jeden anständigen Gorilla. Ihr seid herzlose Zombies, kopflose Mutanten, enteierte Teppichklopfer. Ihr seid Ihr. Ihr habt Euch verdient. 
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Autokennzeichen-Faschismus (Update)

19. August 2008 - 19:42
(Wolfgang Röhl (Gastautor)) Zum Beitrag “Keinen Fußbreit dem Kennzeichen-Faschismus” (siehe weiter unten) erreichen mich schockierende Informationen. Aus der Fülle des Feedbacks hier ein trauriger Tiefpunkt: das Autokennzeichen MTK (für Main-Taunus-Kreis), so berichtet ein Achse-Leser aus Frankfurt (Main), “steht im Volksmund für “Molugge, Tergge und Kanagge. Pfui!” Der Empörung kann ich mich nur anschließen. CDU-Politiker Peter Trapp aus Berlin, der Sie die Diskussion um die überfällige Abschaffung deutscher Autokennzeichen-Ziffern in der Bildzeitung angeschoben haben: tun Sie etwas! Oder leiten sie den Skandal weiter an Claudia Roth, MdB (Mitglied der Barmerersatzkasse).
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Phyllis Chesler: Be my guest and fuck my daughter

19. August 2008 - 18:16
(Gastautor) “Shaikha,” a 16-year-old Saudi girl, drank bleach in an attempt to kill herself because her father was forcing her to marry a 75-year-old man. And why? So that Shaikha’s father could himself marry the elderly man’s 13-year-old daughter! Shaikha begged and pleaded not to be forced into this marriage–even her mother supported her plea; all to no avail. http://pajamasmedia.com/phyllischesler/2008/08/19/pakistani-slave-brides-underage-forced-marriage-in-saudi-arabia-connecting-the-dots/ See also: http://www.alarabiya.net/articles/2008/08/17/55012.html http://www.dailymail.co.uk/news/article-1046541/Facing-jail-Violent-husband-beat-Muslim-slave-bride-day-arranged-marriage.html
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Vladimir Socor: Jetzt beginnt Russland mit der Durchsetzung des eigentlichen Kriegsziels

19. August 2008 - 18:11
(Dr. Benny Peiser) In sum, Russia threatens to cut up Georgia, informally but methodically, on several levels: 1) in Abkhazia and South Ossetia; 2) through additional buffer zones (glacis) beyond the secessionist areas; 3) by isolating some remote chunks of territory (Svaneti); 4) by cutting off the country’s east and west from each other and isolating Tbilisi; and 5) by controlling the seaboard. Cumulatively, these moves enable Moscow to threaten to dismember Georgia as a means to force a change of government in Tbilisi. In the next stage, Moscow may try to install local authorities in various parts of the country. Those authorities may then be forced to act without Tbilisi’s approval or even to declare insubordination to Tbilisi. Pro-Moscow groups are a very small fringe in Georgia. The Russians, however, can create supply problems and law enforcement difficulties in order to force local authorities to work with Russian occupation authorities, even if the latter refuse to work with the Georgian government. Reopening Georgia’s ports and restoring east-west road and railway traffic is therefore politically crucial to maintaining Georgian statehood in the face of Russia’s overt attempts to destroy the country.
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Noch eine Kriegserklärung an den Islam

19. August 2008 - 17:35
(Gastautor) US-Medien berichteten zur Auseinandersetzung um den Mohammed- Roman, dass tatsächlich wohl nur die texanische Islam-Historikerin Denise Spellberg vor einer Veröffentlichung gewarnt hatte. Es sei ein “Softporno”, eine “Kriegserklärung an den Islam” und außerdem schlecht recherchiert, gab sie nach der Experten-Lektüre an den Lektor im New Yorker Verlag durch. Die Autorin Jones wies das in einem Rundfunk-Interview des Stockholmer Senders SR zurück. Sie habe ein “feministisches Porträt einer oft übersehenen Frau” zeichnen wollen. Sex komme überhaupt nicht vor. Aisha war die jüngste von Mohammeds Frauen, wurde mit ihm noch als Kind verheiratet und gilt gemeinhin als “Lieblingsfrau” des Propheten. http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Mohammed-Islam;art138,2596587
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ft: The key to happiness is freedom not income

19. August 2008 - 17:26
(Dr. Benny Peiser) In recent years, a small army of happiness gurus has lined up to proclaim the ills of modern society, and its failure to make us feel better. We have more money, say some, but family life has eroded. We live longer, but crime has risen. Some have even blamed affluence itself, arguing that the dizzying range of lifestyle options that we now confront frustrates the pursuit of happiness. Yet contrary to the assertions of pessimists, newly released data, recently published in an article with colleagues from Jacobs University Bremen and the University of Michigan, shows that today’s world is a happier one. From 1981 to the present, more than 350,000 people from 90 countries were asked about their happiness and their satisfaction with life as a whole… How is it that the world is getting happier? In the words of Thucydides, the secret of happiness is freedom.
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EU Zwerg: “Europe can be proud of this success”

19. August 2008 - 17:19
(Dr. Benny Peiser) "Europe can be proud of this success,” French President Nicolas Sarkozy wrote in our newspaper yesterday, referring to his negotiation of a cease-fire between Russia and Georgia. The congratulations may have been premature. Yesterday, in a by-now depressingly familiar pattern, Russian officials, up to and including the president, announced the withdrawal of forces from Georgia, while in Georgia itself there was no sign of withdrawal. On the contrary, Russian forces continued to dig in and loot as they occupied a large swath of Georgian territory. They remained in control of the central city of Gori and the western city of Senaki. They moved tanks into Igoeti, 22 miles from the capital of Tbilisi. They have wrecked the rails on a bridge of the main east-west railroad and taken control of the main east-west highway, essentially cutting off most trade and transport in Georgia. They have seized the Inguri power plant, which provides 78 percent of Georgia’s electricity.
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Gunnar Heinsohn: Darum sind die Georgier weggelaufen

19. August 2008 - 17:10
(Gastautor) Gerade zwei Tage dauert die georgische Offensive vom 7. August in Südossetien, als russisches Militär auftaucht und die amerikanisch und israelisch gesponserte Armee die Flucht ergreift und die geschundenen Landsleute im Stich lässt. Weil die Moskowiter mit ihren 140 Millionen Menschen so mächtig, die Georgier mit nicht einmal fünf Millionen aber so schwach seien, habe es eine andere Möglichkeit nicht gegeben. Aber stimmt das? Die Sowjetunion des Jahres 1979 steht mit 300 Millionen Bürgern viel gewaltiger da als Putins Russland. Doch als Breschnews Armeen Afghanistan überfallen, nimmt sich das Land von damals gerade 15 Millionen nicht nur zwei Tage, sondern ein volles Jahrzehnt Zeit, um den kommunistischen Giganten zu demoralisieren. Obwohl über eine Million Afghanen ihr Leben verlieren, geben sie niemals auf. Wo fünf oder auch zehn Mudschaheddin beim Zielen auf einen Jagdbomber umkommen, gelingt dem elften doch der Abschuss. Nach 15.000 Gefallenen, von denen viele als einzige Jungen von ihren Müttern vor dem Kreml beweint werden, weicht der Koloss, der damals immerhin noch Weltmacht ist und nicht nur die atomare Mittelmacht von heute. Doch die Afghanen lassen es bei dieser Ermutigung für die Davids dieser Welt nicht bewenden. Seit 2001 bekämpfen sie mit der NATO den größten aller Goliaths, der in 26 Staaten 850 Millionen Menschen mit 70 Prozent der globalen Rüstungsgelder hinter sich hat. Die bestbewaffneten Soldaten der Geschichte müssen immer wieder in ihren Festungen und gepanzerten Fahrzeugen Schutz suchen. Dabei sind die Taliban selbst nicht einmal mehr hinter ihren Felswänden sicher, weil die Lenkwaffen unbemannter Drohnen so gut wie jeden Winkel erreichen. Könnte es für die grusinische Jugend mehr Ermutigung geben als diesen Kampfgeist in dem Bergland weiter östlich, das ungeachtet schwerster Verluste auf jetzt 33 Millionen Einwohner hochgeschossen ist? Womöglich wollen die Georgier lieber vom Gazastreifen lernen. Der hat 1967 gerade mal 350.000 Einwohner und beginnt dennoch seinen Krieg gegen die militärische Hightechnation Israel mit damals achtmal so viel Menschen. Dabei verlieren die Palästinenser – ganz wie die Afghanen – mehr Männer in Bruderkämpfen und Bandenkriegen als im Feindeinsatz und dennoch sind sie mit nunmehr 1,5 Millionen Einwohnern noch kriegswilliger als vierzig Jahre zuvor. Anders als die Afghanen, aber ganz wie die Georgier, haben sie dabei die Sympathie ungezählter Bürger des Westens. Wenn selbst Fatah und Hamas den georgischen Siegeswillen nicht zu stimulieren vermögen, wird er vielleicht durch einen Blick in den Irak wieder aufgerichtet. In Mesopotamien hört seit dem 1980er Angriff auf Iran, als Saddam Hussein gerade mal 13 Millionen Bewohner beherrscht, das Töten nicht auf. Neben Kriegen, Bürgerkriegen und Genoziden zieht man 2003 immerhin schon zum zweiten Mal gegen NATO-Staaten zu Feld, deren Soldaten ihr Heil entweder in der Flucht zurück nach Europa suchen oder in verbunkerte Quartiere gezwungen werden. Unterdessen springt Iraks Einwohnerschaft auf 30 Millionen. Solche Beispiele ließen sich leicht vermehren und doch ermutigen sie die Heißsporne Georgiens nicht, das überdies seit 1995 demographisch nicht etwa zugelegt, sondern eine halbe Million Einwohner verloren hat. Die Georgier scheinen am ehesten noch die Serben als Vorbild zu sehen. Die halten sich im Frühjahr 1999 gegen die NATO-Allianz zwar nicht nur ein paar Tage, sondern – mit gut zehn Millionen Menschen – ein paar Monate, verlassen aber doch kampflos ihre alte Kulturprovinz Kosovo. Als die separatistischen Albaner im Februar 2008 auch formal ihre Unabhängigkeit erklären und alle Welt auf serbischen Widerstand à la Irak oder Afghanistan rechnet, reibt sie sich verdutzt die Augen. Gewiss, die Bilder mit Machogehabe, Drohgebärden, martialischer Kluft und den legendären Sturmgewehren stimmen. Das sieht kaum anders aus als in Gaza oder im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Dann aber bleibt es bei Parolen, Aufmärschen und ein paar Benzinflaschen gegen Botschaften von NATO-Staaten. Wenn sich zwei Siege ähneln, dann die Blitzerfolge über Georgien und Serbien durch Mächte, die andernorts selbst in Jahrzehnten nicht vorankommen. Was unterscheidet die schnell geschlagenen Kleinen von den schwer besiegbaren Minimächten? Warum haben letztere Märtyrer ohne Ende, die jede „Schmach“ rächen, während ersteren ein todesmutiger Heroismus entschieden abgeht? Warum verlieren die einen Schlacht um Schlacht und bleiben dennoch siegesgewiss, während die anderen schon nach der ersten Bataille Reißaus nehmen? Bei den Georgiern (1,4 Kinder pro Frau) und Serben (1,7) werden potentielle Helden gar nicht erst geboren. Ihre männlichen Nachkommen sind einzige Söhne oder gar einzige Kinder. Alle haben eine Zukunft, weshalb sie zwar zornig werden, aber so gut wie nie selbstmörderischen Kommandos beitreten. Bei solcher Demografie werden Verluste einfach nicht verkraftet – es sei denn, der Gegner will nicht weniger als Völkermord. Zumindest die georgische Regisseurin Nino Haratischwili spürt die demografische Kapitulation hinter der militärischen ihres Landes, wenn sie jenseits allen Heroismus fragt: „Warum ist überhaupt auch nur ein einziger Mensch gestorben?“ (Die Welt, 16-08-08, S. 17). Die meisten NATO-Staaten und Russland stecken im selben demografischen Sinkflug wie Serbien und Georgien. Die einzige für sie vorteilhafte Asymmetrie besteht darin, dass sie absolut sehr viel mehr einzige Söhne oder Kinder haben als die Besiegten. Die für Länder wie Afghanistan oder Gaza vorteilhafte Asymmetrie allerdings sieht ganz anders aus. Sie haben in jeder neuen Generation zweite bis vierte Söhne, die bis zum Tode kämpfen können, ohne dass ihre Gesellschaft in der Substanz getroffen wird, während NATO und Russland über eine solche demografische Waffe schlichtweg nicht verfügen. Mit jedem Gefallenen erlischt eine Familie. Auf 1000 afghanische oder gazanische Männer zwischen 40 und 44 Jahren, die übers Kampfalter hinaus sind, folgen 2000 bis 3000 jetzt Aktive im Alter von 20 bis 24 und 4000 bis 5000 Knaben zwischen 0 und 4, die ab 2018 waffenfähig werden. In Deutschland dagegen geht es von 1000 vierzigjährigen Männern über 660 zwischen 20 und 24 herunter auf 470 zwischen 0 und 4. Selbst Amerika als letzte Weltmacht und mit immerhin zwei Kindern pro Frau (gegen 1,2 in Russland, aber 6 bis 7 in Gaza und Afghanistan) ist ungeachtet seiner absoluten Größe von 300 Millionen Einwohnern nur begrenzt kampffähig. Auf 1000 Vierzigjährige folgen bei dieser demografischen Neutralität halt auch nur 1000 Zwanzigjährige und auf die wiederum lediglich 1000 Vierjährige. Die russische Sequenz lautet: 1000>1320>620 und sorgt dafür, dass die Zahl seiner Arbeitsfähigen von jetzt 75 Millionen bis 2050 auf circa 45 Millionen absinkt (etwa so viel wie im heutigen Deutschland). Das sollte im Auge behalten, wer hier die Wiederkehr einer Supermacht an die Wand malt. Die USA könnten zwar ebenso schnell wie Russland eine Nation der demografischen Struktur Georgiens besiegen, aber sie können Georgien gegen Russland nicht auf dieselbe Weise stärken, wie sie nach 1979 Afghanistan gegen Russland stark gemacht haben. Die Afghanen brauchten nur Waffen gegen russische Flieger, die Georgier benötigen darüber hinaus aber todesmutige Männer. Die kann ihnen aus dem Westen niemand anbieten. Russland weiß deshalb, dass ihm in Georgien nie und nimmer passieren kann, was ihm in Afghanistan widerfuhr, wo seine einzigen Söhne gegen dritte und vierte Brüder des Gegners verheizt wurden. Doch schon gegenüber der Ukraine, die Experten gerne als nächstes Ziel Russlands hervorheben, wird es den georgischen Husarenstreich kaum wiederholen. Russland hat 12 Millionen unheroische junge Männer zwischen 20 und 24 Jahren, die gerne plündern mögen, aber auch ohne Heldentod ein passables Ansehen erwerben können. Knapp 400.000 Georgier ähnlichen Zuschnitts sind dagegen chancenlos. Aber bald 4 Millionen ukrainische Jünglinge wären eine ungleich zäherer Bissen. Die Ermutigung des vergreisenden georgischen Zwerges durch den vergreisenden Riesenwesten gegen das vergreisende Großrussland war töricht, für die ebenfalls vergreisende ukrainische Mittelmacht aber darf man sich mit dem Recht der Menge durchaus ins Zeug legen. 
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Islamische Zoologie

19. August 2008 - 16:33
(Ivo Bozic (Gastautor)) Nachtrag zu meiner Besprechung des Films “Animals in Love”, wo ich die unglaubliche Vielfalt des Sexualverhaltens bei Tieren beschrieb und so argumentierte, dass Mensch-Tier-Vergleiche und der Begriff der “Natürlichkeit” von Verhalten absurd sind. Jetzt erst sah ich, dass sich auch Sheik Jassem Al-Mutawa bereits 2004 im irakischen Fernsehen zum Thema geäußert hat, allerdings erklärt er (ich distanziere ich mich davon ausdrücklich!), dass im Gegenteil manche Tiere quasi vorbildliche Muslims seien und keinen Sex in der Öffentlichkeit praktizierten und Weibchen, die “fremd gehen”, steinigen würden. Diese Lektion in Sexualaufklärung will ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten, hier:
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NYT: Geopolitical peak oil

19. August 2008 - 14:24
(Dr. Benny Peiser) The new oil order has been emerging for a few decades. As late as the 1970s, Western corporations controlled well over half of the world’s oil production. These companies — Exxon Mobil, BP, Royal Dutch Shell, Chevron, ConocoPhillips, Total of France and Eni of Italy — now produce just 13 percent. Today’s 10 largest holders of petroleum reserves are state-owned companies, like Russia’s Gazprom and Iran’s national oil company. Sluggish supplies have prompted a cottage industry of doomsday predictions that the world’s oil production has reached a peak. But many energy experts say these “peak oil” theories are misplaced. They say the world is not running out of oil — rather, the companies that know the most about how to produce oil are running out of places to drill. “There is still a lot of oil to develop out there, which is why we don’t call this geological peak oil, especially in places like Venezuela, Russia, Iran and Iraq,” said Arjun Murti, an energy analyst at Goldman Sachs. “What we have now is geopolitical peak oil.”
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Psy-Ops: Psychologen planen grüne Einstellungs- und Verhaltensänderung

19. August 2008 - 14:06
(Dr. Benny Peiser) Armed with new research into what makes some people environmentally conscious and others less so, the 148,000-member American Psychological Association is stepping up efforts to foster a broader sense of eco-sensitivity that the group believes will translate into more public action to protect the planet. “We know how to change behavior and attitudes. That is what we do,” says Yale University psychologist Alan Kazdin, association president. “We know what messages will work and what will not.” American Psychological Association leaders say they want to launch a national initiative specifically targeting behavior changes, including developing media messages that will help people reduce their carbon footprint and pay more attention to ways they can conserve.
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Keinen Fußbreit dem Kennzeichen-Faschismus! Und immer gähnt das Sommerloch

19. August 2008 - 13:08
(Wolfgang Röhl (Gastautor)) Sagt ein Frankfurter zu seinem Sohn: die Offenbacher sind dermaßen blöde, die haben das sogar auf dem Autokennzeichen stehen. OF, ohne Verstand. Sagt der Sohn, aber Verstand schreibt man doch mit V. Sagt der Frankfurter: Da kannste mal sehen, wie blöde die Offenbacher sind. Zugegeben, ich kann über diesen Witz auf meine zutiefst Menschen und Offenbacher verachtende Weise lachen…
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Chan Akya: Utterly pointless Europe

19. August 2008 - 9:39
(Dr. Benny Peiser) European weakness is thus not a passing fad; it appears to be a long-term secular decline from both a strategic and an economic perspective. Their sclerotic global standing is but a result of socialist policies that have helped push the best and brightest away from the region, leaving in their stead a bunch of subsidy grabbers and welfare cheats. Flush with commodity wealth, both the Russians and the Arabs may be eyeing Europe for their expansionist policies. Thankfully for the Europeans, the latter group cannot muster anything more threatening than a bunch of camels at this point; at some stage in the next 20 years though that condition will change, especially if both Turkey and Pakistan are fully inducted into the fighting forces of the Wahhabi clans. For now, that leaves Europeans contemplating coexistence with an increasingly belligerent Russia. With its economy doing rather well from the rise in oil prices as well as ongoing industrial development, Russia is putting itself in a position of strength. Unlike the sleepy bureaucrats in Brussels, the Russians probably recognize the above strategic positioning, particularly with regard to the Middle East; thus whatever is happening in Georgia and which could follow in Ukraine appears part of a well-thought-out strategy. As I chart the “progress” of the world towards a World War III situation, it is not surprising that one of the preconditions of such an event - the emergence of a dominant consolidator of power in Europe - should now be happening, albeit from a source long thought dead in strategic terms. A Russia that takes on the mantle of empire in Europe has more in common with the US than it does with China or the Middle East over the long term.
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IBD: The West’s weakness invites war

19. August 2008 - 8:58
(Dr. Benny Peiser) Russia planned for months, watching and learning from our response to Iran. The West told Iran to halt the enrichment of uranium and its nuclear weapons program. It hasn’t, and we’ve done nothing. Now, our lack of resolve has come back to haunt us. Knowing this, Russia executed its plan with brutal precision. Our weakness invited an attack — and will invite more if we don’t respond now. But the U.S. can do even more than just isolating Russia in diplomacy, or issuing pleas. We can also neutralize Putin’s use of the “oil weapon” — his implicit threat to cut off oil sales to the West — by drilling for more oil ourselves.
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The Bolsheviks of Gaza - The main thing is to kill

19. August 2008 - 8:36
(Gastautor) SUCH SIMILARITIES between Russian terrorists and those on Israel’s doorstep are the subject of much of Geifman’s work these days. Since making aliya earlier this year - she plans to divide her time between teaching in Boston and writing in Jerusalem - Geifman has spent extended weekends in Sderot, meeting the people of the bombarded city and trying to raise awareness of their plight. Knowledge of Russian history, she believes, will provide valuable insight on the situation in Gaza City. “Israelis know all about Hamas,” she says, “but they don’t know anything about the Russian precedent. People have no clue that the origins of the war on terrorism are in Russia.” “I think we suffer - I think the whole world now suffers - from a collective Stockholm syndrome,” she says. “Our problem is that we so want to believe in the goodness of people that we can’t see how bad some people are. [There are people who] don’t want to call these people terrorists. Well, you can call them pussycats, if you want. But they’re not going to stop killing.” http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&cid=1218710396756
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